Restaurant eröffnen

Kosten, Voraussetzungen, Genehmigungen und Checkliste für deine Restauranteröffnung in Deutschland

Letztes Update:
31.3.2026

Restaurant eröffnen

Christian

Christian

Gründer von shoperate

Die smarte Registrierkasse

Du willst ein eigenes Restaurant eröffnen? Dieser Leitfaden zeigt dir alle Schritte — von Konzept und Standort über Kosten, Finanzierung und Genehmigungen bis zur Eröffnung. Mit Checkliste, Kostentabelle und FAQ für deine Restauranteröffnung in Deutschland.

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Restaurant eröffnen: Das Wichtigste auf einen Blick

Wer ein eigenes Restaurant eröffnen will, braucht mehr als Leidenschaft fürs Kochen. Entscheidend sind ein klares Konzept, ein passender Standort, ein realistischer Businessplan, ausreichend Kapital und die richtigen Genehmigungen. In Deutschland kommen dabei je nach Bundesland, Betriebsart und Objekt unterschiedliche Anforderungen zusammen.

Der typische Ablauf sieht so aus: Zuerst prüfst du, ob sich die Gründung für dich wirtschaftlich lohnt. Dann entwickelst du ein Konzept, suchst einen Standort, erstellst den Businessplan und klärst die Finanzierung. Parallel bereitest du Genehmigungen, Rechtsform, Team und Speisekarte vor. Bis zur tatsächlichen Eröffnung vergehen in der Praxis häufig sechs bis zwölf Monate — manchmal mehr, selten weniger.

👉 Tipp: Plane von Anfang an konservativ. Die häufigsten Fehler bei der Restauranteröffnung sind nicht schlechte Ideen, sondern zu optimistische Zahlen und zu wenig Puffer.

Dieser Leitfaden zeigt dir Schritt für Schritt, was du brauchst, um ein Restaurant zu eröffnen — von der ersten Entscheidung bis zum ersten Gast.

Lohnt es sich, ein Restaurant zu eröffnen?

Die ehrliche Antwort: Es kann sich lohnen — aber nur, wenn du die wirtschaftliche Seite von Anfang an realistisch einschätzt. Die Gastronomie gehört zu den Branchen mit den höchsten Insolvenzquoten in Deutschland. Gleichzeitig gibt es genug Restaurants, die über Jahre profitabel arbeiten. Der Unterschied liegt fast immer in der Kalkulation.

Enge Margen sind der Normalfall. Ein Restaurant arbeitet typischerweise mit einem Wareneinsatz von 25–35 %, Personalkosten von 30–40 % und Miete plus Nebenkosten von 10–15 % des Umsatzes. Was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt, ist dein Unternehmerlohn — und der fällt in den ersten ein bis zwei Jahren oft kleiner aus als erhofft.

Ob sich dein Restaurant rechnet, hängt vor allem von drei Stellschrauben ab: der Tischauslastung (wie oft pro Service ein Platz besetzt ist), der durchschnittlichen Bonhöhe (was ein Gast pro Besuch ausgibt) und dem Wareneinsatz (was dich die Zutaten im Verhältnis zum Verkaufspreis kosten). Wer diese Zahlen nicht kennt, plant blind.

⚠️ Achtung: Vergiss nicht, dir selbst ein Gehalt einzurechnen. Viele Gründer kalkulieren ihren Unternehmerlohn nicht mit — und merken erst nach Monaten, dass der Betrieb zwar läuft, sie aber nichts verdienen.

Wann es sich eher lohnt: Du hast ein klares Konzept mit definierter Zielgruppe, einen Standort mit ausreichend Nachfrage, genug Eigenkapital für die Anlaufphase und die Bereitschaft, die ersten Monate operativ stark eingebunden zu sein.

Wann du vorsichtig sein solltest: Die Idee basiert vor allem auf einem persönlichen Wunsch, du hast keine Branchenerfahrung, die Finanzierung steht auf wackeligen Beinen oder du unterschätzt den zeitlichen Einsatz. In der Gastronomie bedeuten lange Tage, Wochenendarbeit und ein hohes Maß an Verantwortung den Alltag — nicht die Ausnahme.

Voraussetzungen: Was du brauchst, um ein Restaurant zu eröffnen

Du brauchst grundsätzlich keine abgeschlossene Ausbildung als Koch, um ein Restaurant zu eröffnen. Eine gesetzliche Pflicht zur Berufsausbildung gibt es in Deutschland für die Gastronomie nicht. Was du aber brauchst, sind bestimmte persönliche, fachliche und betriebliche Voraussetzungen — und die solltest du ernst nehmen.

Persönliche Voraussetzungen betreffen vor allem dich als Gründer. Belastbarkeit, Organisationstalent und ein kaufmännisches Grundverständnis sind in der Praxis fast unverzichtbar. Spaß am Kochen allein reicht nicht, um ein Restaurant wirtschaftlich zu führen. Du musst Personal leiten, Kosten kontrollieren, mit Lieferanten verhandeln und unter Druck Entscheidungen treffen.

Fachliche Voraussetzungen sind je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. In vielen Bundesländern ist eine Gaststättenunterrichtung bei der IHK erforderlich, wenn du keine einschlägige Berufsausbildung hast. In anderen — etwa Brandenburg, Hessen oder Sachsen — wurde diese Pflicht abgeschafft. Verpflichtend für alle ist die Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 43 IfSG) durch das Gesundheitsamt, bevor du Lebensmittel verarbeitest oder ausgibst.

Betriebliche Voraussetzungen umfassen ein geeignetes Objekt, ein tragfähiges Konzept und ausreichend Kapital. Ohne diese drei Bausteine lohnt es sich nicht, mit Genehmigungen und Behördengängen zu starten.

Voraussetzung Wofür relevant Wo klären
Persönliche Zuverlässigkeit Gaststättenerlaubnis Polizeiliches Führungszeugnis, Gewerbezentralregister
IfSG-Belehrung Lebensmittelumgang Gesundheitsamt (max. 3 Monate alt bei Betriebsbeginn)
IHK-Gaststättenunterrichtung Fachkenntnis-Nachweis Örtliche IHK (ca. 4–5 Stunden, je nach Bundesland)
Kaufmännische Grundkenntnisse Betriebsführung, Kalkulation Gründerseminare, IHK, Online-Kurse
Geeignetes Objekt Betriebsfähigkeit Makler, Immobilienportale, Branchennetze
Startkapital Investitionen, Anlaufphase Eigenkapital, Bank, Förderung

💡 Merke: „Dürfen" und „erfolgreich können" sind zwei verschiedene Dinge. Du darfst ohne Koch-Ausbildung gründen, aber ohne Branchenkenntnis, Hygieneverständnis und kaufmännischen Blick wird es in der Praxis schwierig.

Konzept entwickeln: Zielgruppe, Positionierung und Restauranttyp

Ein Restaurantkonzept muss nicht besonders kreativ sein — aber es muss klar sein. Denn ohne ein durchdachtes Konzept werden alle weiteren Schritte unscharf: Standortwahl, Speisekarte, Kalkulation und Marketing hängen direkt davon ab, wen du ansprechen willst und wie du dich positionierst.

Ein starkes Konzept beantwortet vier Fragen: Wer ist deine Zielgruppe? Was bietest du an (Küchenstil, Preisniveau, Erlebnis)? Warum sollte jemand zu dir kommen statt zur Konkurrenz? Und wie sieht das Betriebsmodell aus — klassisches Restaurant, Bistro, Take-away, Franchise?

Zielgruppe und Positionierung

Ein Restaurant für „alle" funktioniert in der Praxis selten. Wer seine Zielgruppe nicht kennt, trifft bei Karte, Design und Standort Entscheidungen ins Blaue. Definiere deshalb früh, wen du ansprechen willst: Familien mit Kindern, berufstätige Paare am Abend, Studenten zur Mittagszeit, Touristen oder Geschäftsleute.

Daraus ergeben sich konkrete Parameter: der typische Anlass (Mittagspause, Feierabend, Wochenendessen), das Preisniveau (Pro-Kopf-Umsatz von 12 bis 60 EUR und mehr) und die Erwartungshaltung an Atmosphäre und Service. Je schärfer du das definierst, desto besser kannst du dein Angebot darauf ausrichten.

👉 Tipp: Beobachte die bestehende Gastronomie in deinem geplanten Umfeld. Welche Konzepte laufen gut, wo gibt es Lücken? Dein Konzept muss nicht einzigartig sein, aber es sollte sich klar von dem unterscheiden, was es in der Nachbarschaft schon gibt.

Franchise oder eigenes Konzept

Wer ein Franchise-Restaurant eröffnen will, profitiert von einer bekannten Marke, erprobten Prozessen und oft einfacherer Finanzierung. Banken vergeben Kredite für Franchise-Konzepte tendenziell leichter, weil das Geschäftsmodell bereits am Markt bewiesen ist. Dafür gibst du Freiheit ab: Speisekarte, Einrichtung, Lieferanten und Abläufe sind in der Regel vom Franchisegeber vorgegeben.

Laufende Kosten bei Franchise: Neben einer einmaligen Eintrittsgebühr (häufig zwischen 10.000 und 50.000 EUR) zahlst du in der Regel eine umsatzabhängige Lizenzgebühr von 4–8 % plus einen Marketingbeitrag von 1–3 % des Nettoumsatzes. Diese Kosten laufen dauerhaft und schmälern deine Marge — im Gegenzug bekommst du aber ein fertiges System, Schulungen und Einkaufsvorteile.

Wann Franchise sinnvoller sein kann: Wenn du wenig Branchenerfahrung hast, schnell starten willst und bereit bist, dich an feste Vorgaben zu halten. Besonders bei der Finanzierung kann ein bekannter Markenname den Unterschied machen.

Wann ein eigenes Konzept besser passt: Wenn du eine klare eigene Idee hast, maximale Kontrolle über Marke und Angebot willst und langfristig unabhängig wirtschaften möchtest. Ein eigenes Konzept ist im laufenden Betrieb oft günstiger — weil keine Lizenzgebühren anfallen — aber in der Aufbauphase risikoreicher und anspruchsvoller.

Den richtigen Standort finden

Der Standort ist einer der größten Erfolgshebel bei der Restauranteröffnung — und gleichzeitig einer der häufigsten Fehlerquellen. Viele Restaurants scheitern nicht am Konzept, sondern an der Lage. Ein guter Standort bringt Gäste, ein schlechter kann auch das beste Angebot nicht ausgleichen.

Bei der Standortwahl geht es um mehr als Sichtbarkeit. Entscheidend ist, ob der Standort zu deinem Konzept und deiner Zielgruppe passt. Ein hochwertiges Abendrestaurant funktioniert anders als ein Mittagsbistro für Büroangestellte — und braucht deshalb einen anderen Standort.

Prüfe vor der Entscheidung diese Punkte:

  • Laufkundschaft vs. Zielstandort: Bist du auf spontane Passanten angewiesen oder kommen deine Gäste gezielt? Davon hängt ab, wie wichtig Fußgängerfrequenz wirklich ist.
  • Konkurrenz im Umfeld: Gibt es ähnliche Konzepte in der Nähe? Konkurrenz kann belebend sein, aber bei zu vielen gleichartigen Angeboten wird es eng.
  • Miete und Nebenkosten: Die Mietbelastung sollte maximal 10–15 % des geplanten Umsatzes betragen. Alles darüber gefährdet die Rentabilität.
  • Technische Eignung: Hat das Objekt die nötige Infrastruktur — Lüftung, Fettabscheider, Strom- und Wasseranschlüsse? Nachrüstungen können schnell fünfstellige Beträge kosten.
  • Nutzungszulässigkeit: Ist eine gastronomische Nutzung baurechtlich zulässig? In reinen Wohngebieten ist das in der Regel nicht der Fall.
  • Erreichbarkeit: Parkmöglichkeiten, ÖPNV-Anbindung und Sichtbarkeit von der Straße spielen je nach Konzept eine große Rolle.
  • Außenbereich: Terrasse oder Gehwegbestuhlung können den Umsatz im Sommer deutlich steigern — sind aber genehmigungspflichtig.

⚠️ Achtung: Lass dich nicht von einer günstigen Miete blenden. Wenn der Standort nicht zur Zielgruppe passt, hilft auch niedrige Miete nicht weiter.

Businessplan erstellen: So prüfst du, ob dein Restaurant tragfähig ist

Der Businessplan ist nicht nur ein Dokument für die Bank. Er ist vor allem dein eigenes Prüfinstrument: Stimmen die Annahmen? Kann der Betrieb genug erwirtschaften, um alle Kosten zu decken und dir ein Einkommen zu sichern? Gerade bei der Existenzgründung in der Gastronomie trennt ein sauberer Businessplan Wunschdenken von Tragfähigkeit.

Ein guter Restaurant-Businessplan enthält mindestens diese Bausteine:

  • Zusammenfassung: Konzept, Zielgruppe, Standort und Alleinstellungsmerkmal auf einer Seite.
  • Markt- und Wettbewerbsanalyse: Wer sind deine Mitbewerber, wie groß ist die Nachfrage am Standort?
  • Umsatzplanung: Wie viele Sitzplätze hast du, wie oft sind sie besetzt, was gibt ein Gast im Schnitt aus?
  • Kostenplanung: Investitionskosten, laufende Kosten, Personalkosten, Wareneinsatz.
  • Rentabilitätsvorschau: Wann erreichst du den Break-even? Was passiert, wenn die Auslastung 20 % unter Plan liegt?
  • Liquiditätsplanung: Hast du genug Reserven, um die ersten Monate zu überbrücken, auch wenn die Einnahmen noch nicht fließen?

Umsatz realistisch kalkulieren: Die wichtigste Zeile im Businessplan ist die Umsatzprognose — und gleichzeitig die fehleranfälligste. Die Grundformel lautet: Sitzplätze × Tischumschlag × durchschnittliche Bonhöhe × Öffnungstage. Beispiel: 40 Plätze, 1,5 Umschläge pro Mittagsservice, 14 EUR Bonhöhe, 25 Tage im Monat = ca. 21.000 EUR Monatsumsatz nur mittags. Rechne grundsätzlich konservativ — nicht mit Vollauslastung ab Tag eins, sondern mit 50–60 % in den ersten drei Monaten.

Besonders wichtig ist das Worst-Case-Szenario. Kalkuliere, was passiert, wenn der Umsatz in den ersten Monaten 30 % unter den Erwartungen liegt. Wenn dein Plan das nicht aushält, ist die Finanzierung zu knapp.

Die drei häufigsten Fehler im Gastro-Businessplan:

  1. Zu optimistische Umsatzannahmen. Viele Gründer rechnen mit Auslastungswerten, die selbst etablierte Restaurants erst nach Jahren erreichen. Sicherer: Monat 1–3 mit 50 %, Monat 4–6 mit 65 %, ab Monat 7 mit 75 % kalkulieren.
  2. Unternehmerlohn vergessen. Wenn du dir selbst kein Gehalt einplanst, sieht die Rentabilität auf dem Papier besser aus, als sie ist. Rechne mindestens 2.000–3.000 EUR monatlich als festen Kostenblock ein.
  3. Liquiditätspuffer zu niedrig. Die Investitionskosten werden oft sauber geplant — aber die laufenden Kosten der Anlaufphase nicht. Ohne ausreichend Liquiditätsreserve kann ein einziger schwacher Monat den gesamten Betrieb gefährden.

Für Bankgespräche, Förderkredite und Bürgschaften ist der Businessplan außerdem zwingende Voraussetzung. Ohne belastbare Zahlen bekommst du in der Regel keinen Kredit.

💡 Merke: Ein Businessplan muss nicht perfekt sein, aber ehrlich. Lieber konservativ rechnen und positiv überrascht werden als umgekehrt.

Kosten im Überblick: Was ein Restaurant wirklich kostet

Die Kosten für eine Restauranteröffnung variieren stark — je nach Größe, Standort, Zustand des Objekts und Konzept. Als grobe Orientierung: Für ein kleines Restaurant mit 30–50 Sitzplätzen solltest du mit Gesamtkosten von 50.000 bis 150.000 EUR rechnen. Größere Betriebe oder Objekte mit hohem Umbaubedarf können deutlich darüber liegen.

Die Kosten lassen sich in zwei Blöcke aufteilen: einmalige Investitionen und laufende Kosten.

Einmalige Investitionen

Die Startinvestitionen machen in der Regel den größten Teil des Kapitalbedarfs aus. Besonders Umbau, Küchentechnik und Kaution werden häufig unterschätzt.

Kostenposition Kleines Restaurant (ca. 40 Plätze) Mittleres Restaurant (ca. 80 Plätze)
Umbau und Renovierung 10.000–40.000 EUR 30.000–80.000 EUR
Küchenausstattung 10.000–25.000 EUR 25.000–60.000 EUR
Möbel und Einrichtung 5.000–15.000 EUR 15.000–40.000 EUR
Kaution (3–6 Monatsmieten) 3.000–10.000 EUR 6.000–20.000 EUR
Genehmigungen und Beratung 1.000–3.000 EUR 2.000–5.000 EUR
Warenerstausstattung 2.000–5.000 EUR 5.000–10.000 EUR
Kassensystem und Technik 1.000–3.000 EUR 2.000–5.000 EUR
Marketing zur Eröffnung 1.000–3.000 EUR 2.000–5.000 EUR

Mit wie viel Startkapital du grob rechnen solltest: Für ein kleines Restaurant (30–40 Plätze, moderater Umbau, bestehende Kücheninfrastruktur) liegt der Gesamtkapitalbedarf inklusive Anlaufphase in der Praxis häufig bei 70.000 bis 120.000 EUR. Für ein mittleres Restaurant (60–80 Plätze, stärkerer Umbau, hochwertigere Ausstattung) sind es eher 150.000 bis 250.000 EUR. In beiden Fällen ist die Liquiditätsreserve bereits eingerechnet — ohne sie wäre die Summe niedriger, aber das Risiko unverhältnismäßig höher.

Laufende Kosten und Liquiditätsreserve

Miete, Personal, Wareneinsatz, Energie und Buchhaltung laufen vom ersten Monat an — unabhängig davon, wie viele Gäste kommen. Deshalb ist die Liquiditätsreserve oft wichtiger als die reine Investitionssumme.

Die typischen monatlichen Kosten setzen sich so zusammen: Miete und Nebenkosten (10–15 % vom Umsatz), Personalkosten (30–40 %), Wareneinsatz (25–35 %), Energie (3–5 %), Versicherungen, Buchhaltung und Sonstiges(5–10 %). Was übrig bleibt, ist dein Unternehmerlohn.

Die kritischste Phase sind die ersten sechs Monate. In dieser Zeit liegen die Einnahmen fast immer unter dem späteren Normalniveau — trotzdem fallen alle Fixkosten vollständig an. Typische Finanzierungslücken entstehen, wenn der Umsatz in Monat 2–4 nur bei 50–60 % der Zielauslastung liegt, die Personalkosten aber bereits auf 100 % laufen. Genau hier scheitern viele Gründungen, die eigentlich ein gutes Konzept haben.

⚠️ Achtung: Kalkuliere eine Liquiditätsreserve von mindestens drei bis sechs Monatskosten ein. Realistisch bedeutet das: Wenn deine monatlichen Fixkosten bei 15.000 EUR liegen, brauchst du 45.000 bis 90.000 EUR als Puffer — zusätzlich zur Investitionssumme.

Rechne außerdem deinen Unternehmerlohn von Anfang an als Kostenfaktor ein. Wenn du monatelang ohne Einkommen arbeitest, hält das auf Dauer niemand durch.

Finanzierung sichern: Eigenkapital, Kredite und Alternativen

Die Finanzierung hängt direkt an deinem Businessplan und Kapitalbedarf. Je solider die Zahlen, desto besser die Chancen auf Fremdkapital. Grundsätzlich gilt: Mehr Eigenkapital bedeutet mehr Sicherheit — für dich und für die Bank.

Eigenkapital verbessert deine Verhandlungsposition deutlich. Die meisten Banken erwarten eine Eigenkapitalquote von mindestens 15–25 % der Gesamtinvestition. Je mehr du selbst einbringst, desto geringer das Kreditrisiko und desto besser die Konditionen.

Ein Restaurant ohne Eigenkapital eröffnen ist theoretisch möglich, in der Praxis aber deutlich schwieriger. Ohne eigene Mittel brauchst du entweder einen Investor, eine Bürgschaftsbank im Rücken oder ein besonders überzeugendes Konzept. Das Risiko ist höher, weil die laufende Kreditbelastung den finanziellen Spielraum von Anfang an einschränkt.

Für die Finanzierung kommen verschiedene Wege in Frage:

Finanzierungsweg Vorteil Nachteil
Eigenkapital Keine Zinsbelastung, volle Kontrolle Eigenes Risiko, begrenzt verfügbar
Bankkredit Planbare Tilgung, moderate Zinsen Eigenkapital nötig, Sicherheiten gefordert
KfW-Förderkredit Günstige Konditionen, tilgungsfreie Anlaufzeit Antrag über Hausbank, längere Bearbeitung
Bürgschaftsbank Ersetzt fehlende Sicherheiten Gebühren, zusätzlicher Antrag
Investor / Beteiligung Kapital ohne Kreditbelastung Mitsprache, Gewinnbeteiligung
Brauereivertrag Finanzierung von Einrichtung/Technik Bindung an Getränkelieferanten, wenig Flexibilität

Für das Bankgespräch brauchst du in der Regel: Businessplan mit Finanzplanung, Lebenslauf mit Branchenerfahrung, Eigenkapitalnachweis, Übersicht der Investitionskosten und — falls vorhanden — den Miet- oder Pachtvertrag.

💡 Merke: Plane die Finanzierung konservativ. Kalkuliere Zinsen und Tilgung als feste monatliche Belastung ein und prüfe, ob der Betrieb auch bei 20–30 % weniger Umsatz als geplant noch tragfähig bleibt.

Genehmigungen und Behördengänge

Für die Restauranteröffnung sind in Deutschland grundsätzlich mehrere Anmeldungen, Nachweise und je nach Angebot zusätzliche Erlaubnisse erforderlich. Welche genau, hängt vom Bundesland, der Kommune und deinem Betriebskonzept ab. Die wichtigsten Bausteine solltest du möglichst früh klären, denn die Bearbeitungszeiten betragen in der Regel sechs bis acht Wochen — bei Umbauten oder Nutzungsänderungen auch deutlich länger.

Gewerbeanmeldung, Gaststättenerlaubnis und Gesundheitsamt

Jeder Restaurantbetrieb beginnt mit der Gewerbeanmeldung beim zuständigen Gewerbeamt. Das ist in der Regel unkompliziert und kostet je nach Kommune zwischen 20 und 60 EUR.

Wenn du Alkohol ausschenken willst, brauchst du zusätzlich eine Gaststättenerlaubnis. In der Praxis werden die Begriffe Gaststättenkonzession, Konzession und Schankerlaubnis oft synonym verwendet — gemeint ist dieselbe behördliche Erlaubnis nach dem Gaststättengesetz. Ohne diese Konzession für die Gastronomie darfst du grundsätzlich keine alkoholischen Getränke ausschenken. Bietest du ausschließlich Speisen und alkoholfreie Getränke an, reicht in der Regel die Gewerbeanmeldung.

Für die Gaststättenkonzession musst du unter anderem ein polizeiliches Führungszeugnis (Belegart O), einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister (Belegart 9), eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt und den Nachweis deiner fachlichen Eignung einreichen. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel sechs bis acht Wochen, die Kosten liegen typischerweise zwischen 100 und 1.500 EUR — je nach Betriebsart und Region. Bei größeren Betrieben wie Bars oder Clubs können es auch bis zu 3.000 EUR und mehr werden.

Die Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 43 IfSG) durch das Gesundheitsamt ist für alle Personen Pflicht, die gewerbsmäßig mit Lebensmitteln arbeiten. Sie darf bei Betriebsbeginn maximal drei Monate alt sein. Danach ist eine jährliche Folgebelehrung durch den Betrieb selbst vorgeschrieben.

👉 Tipp: Im shoperate-Leitfaden zur Ausschankgenehmigung findest du eine vollständige Übersicht aller Unterlagen, Kosten und Sonderfälle — inklusive Gestattung für Veranstaltungen und mobile Gastronomie.

Hygiene, HACCP und weitere Auflagen

Wer Speisen zubereitet und ausgibt, muss ein Hygienekonzept nach HACCP-Grundsätzen dokumentieren. Das ist EU-weit gesetzlich vorgeschrieben (EU-Verordnung (EG) Nr. 852/2004) und gilt unabhängig von der Betriebsgröße. Im Kern geht es darum, Gefahren bei der Lebensmittelverarbeitung systematisch zu identifizieren und zu kontrollieren — von der Wareneingangskontrolle über die Kühlkette bis zur Reinigung.

Darüber hinaus ist die Allergenkennzeichnung (EU-Verordnung Nr. 1169/2011) Pflicht: Alle 14 Hauptallergene müssen auf der Speisekarte oder in einem Zusatzdokument ausgewiesen sein.

Je nach Konzept kommen weitere Auflagen hinzu: eine GEMA-Anmeldung bei Musikwiedergabe im Gastraum, eine Sondernutzungserlaubnis für Außengastronomie und ggf. baurechtliche Anforderungen an Toiletten, Brandschutz oder Barrierefreiheit.

👉 Tipp: Shoperate hat ausführliche Leitfäden zur Ausschankgenehmigung und zum HACCP-Konzept, die dir die Details erklären.

Die passende Rechtsform wählen

Die Rechtsform bestimmt, wie du haftest, wie viel formalen Aufwand du hast und wie du steuerlich behandelt wirst. Für Restaurants kommen typischerweise vier Optionen in Frage:

Rechtsform Haftung Startkapital Geeignet für
Einzelunternehmen Unbeschränkt (Privatvermögen) Keins erforderlich Allein-Gründer mit überschaubarem Risiko
GbR Unbeschränkt (alle Gesellschafter) Keins erforderlich Zwei oder mehr Gründer, einfache Struktur
UG (haftungsbeschränkt) Beschränkt auf Gesellschaftsvermögen Ab 1 EUR (Rücklagenpflicht: 25 % der Gewinne) Haftungsschutz bei wenig Startkapital
GmbH Beschränkt auf Gesellschaftsvermögen 25.000 EUR (mind. 12.500 EUR bei Gründung) Höheres Investitionsvolumen, mehrere Gesellschafter

Die meisten Einzelgründer starten als Einzelunternehmen, weil der Aufwand gering ist: keine notarielle Gründung, keine Bilanzpflicht bis zu bestimmten Umsatzgrenzen, einfache Buchführung. Der Nachteil: Du haftest mit deinem gesamten Privatvermögen.

Wer das Risiko begrenzen will, wählt häufig eine UG oder GmbH. Hier haftest du nur mit dem Gesellschaftsvermögen. Dafür sind die Gründungskosten höher (Notar, Handelsregistereintrag) und du musst eine doppelte Buchführung mit Jahresabschluss führen.

💡 Merke: Lass dich bei der Rechtsformwahl von einem Steuerberater beraten. Die steuerlichen Unterschiede — etwa bei Gewerbesteuer, Einkommensteuer und Körperschaftsteuer — können je nach Gewinnhöhe erheblich sein.

Team, Speisekarte und Kalkulation für den laufenden Betrieb vorbereiten

Wenn Konzept, Zahlen und Behördenthemen stehen, geht es an die operative Vorbereitung: Team aufbauen, Karte entwickeln und Preise kalkulieren. Diese drei Themen hängen eng zusammen — deshalb lohnt es sich, sie gemeinsam zu planen.

Personal einstellen und Rollen festlegen

Gerade am Anfang ist zu viel Personal teuer und zu wenig Personal gefährlich. Der Personalplan muss zum Konzept, den Öffnungszeiten und dem Servicelevel passen. Plane realistisch:

  • Küche: Mindestens ein Koch oder eine Köchin plus Küchenhilfe. Bei einem kleinen Restaurant kochst du anfangs vielleicht selbst.
  • Service: Mindestens eine Servicekraft pro Schicht, besser zwei. Aushilfen (Studenten, Schüler) können flexibel ergänzen.
  • Schichtplanung: Plane Schichten so, dass Stoßzeiten abgedeckt sind und Ruhetage für das Team möglich bleiben.
  • Einarbeitung: Nimm dir Zeit für die Einarbeitung — gerade in den ersten Wochen nach Eröffnung.

⚠️ Achtung: Personalgewinnung in der Gastronomie ist aktuell schwierig. Plane genug Vorlaufzeit ein und kalkuliere die Personalkosten realistisch — inklusive Lohnnebenkosten, die in Deutschland rund 20–23 % auf den Bruttolohn aufschlagen.

Speisekarte gestalten und Preise kalkulieren

Eine gute Karte verkauft nicht nur, sie muss sich auch rechnen. Halte das Sortiment am Anfang eher schlank — 15 bis 25 Gerichte sind für den Start in der Regel ausreichend. Eine zu breite Karte erhöht den Wareneinsatz, erschwert die Lagerhaltung und macht die Küche langsamer.

Bei der Preiskalkulation ist der Wareneinsatz die zentrale Kennzahl. In der Gastronomie gilt als Richtwert: Der Wareneinsatz eines Gerichts sollte maximal 25–35 % des Verkaufspreises betragen.

Beispielrechnung: Ein Hauptgericht hat Zutatenkosten von 3,50 EUR. Bei einem Ziel-Wareneinsatz von 28 % ergibt sich ein Mindestverkaufspreis von ca. 12,50 EUR (netto). Dazu kommt die Umsatzsteuer: Speisen werden in Deutschland seit 2024 mit 19 % besteuert, Getränke ebenfalls mit 19 %.

Prüfe bei jedem Gericht den Deckungsbeitrag: Wie viel bleibt nach Abzug des Wareneinsatzes übrig, um Personal, Miete und sonstige Kosten zu tragen? Gerichte mit hohem Deckungsbeitrag sollten prominent auf der Karte stehen.

Marketing, Soft Opening und Eröffnung planen

Auch ein gutes Restaurant startet nicht automatisch mit vollen Tischen. Ohne gezielte Maßnahmen vor und zur Eröffnung dauert es deutlich länger, bis dein Restaurant in der Nachbarschaft bekannt ist und regelmäßig Gäste kommen.

Die wichtigsten Hebel vor der Eröffnung:

  • Google-Unternehmensprofil anlegen: Dein Eintrag bei Google ist oft der erste Kontaktpunkt für potenzielle Gäste. Trage Adresse, Öffnungszeiten, Speisekarte und Fotos ein — am besten schon Wochen vor der Eröffnung.
  • Social Media aufbauen: Ein Instagram-Profil mit Einblicken in den Aufbau, die Küche und das Team erzeugt schon vor dem Start Aufmerksamkeit.
  • Lokale Presse und Nachbarschaft: Informiere lokale Medien, Nachbarn und Geschäfte im Umfeld über deine Eröffnung.
  • Soft Opening planen: Lade vor der offiziellen Eröffnung Freunde, Familie und ausgewählte Gäste zum Testlauf ein. So kannst du Abläufe in Küche und Service unter realen Bedingungen testen, ohne dass gleich der volle Betrieb erwartet wird.
  • Bewertungen zum Start: Bitte zufriedene Gäste aktiv um eine Google-Bewertung. In den ersten Wochen zählt jede Rezension.

👉 Tipp: Setze dir ein realistisches Budget für das Eröffnungsmarketing. Mit 1.000 bis 3.000 EUR lässt sich für ein kleines Restaurant ein solider Start finanzieren — für Flyer, Online-Anzeigen und eine Eröffnungsveranstaltung.

Checkliste: Restaurant eröffnen Schritt für Schritt

Diese Checkliste für die Restauranteröffnung fasst alle Schritte in drei Phasen zusammen — als operative Umsetzungshilfe zum Abhaken.

Phase 1 — Vor der Standortsuche

☐ Wirtschaftlichkeit prüfen: Lohnt sich die Gründung bei realistischer Kalkulation?

☐ Persönliche Voraussetzungen klären: Belastbarkeit, Fachkenntnisse, IfSG-Belehrung

☐ Konzept entwickeln: Zielgruppe, Küchenstil, Preisniveau, Betriebsmodell

☐ Rechtsform vorklären: Einzelunternehmen, GbR, UG oder GmbH

☐ Businessplan erstellen: Umsatzplanung, Kostenplanung, Rentabilität, Liquidität

☐ Finanzierung sichern: Eigenkapital, Kredit, Fördermittel — konservativ planen

Phase 2 — Vor dem Vertragsabschluss

☐ Standort suchen und prüfen: Lage, Zielgruppenfit, Miete, technische Eignung

☐ Nutzungszulässigkeit klären: Ist Gastronomie am Standort baurechtlich erlaubt?

☐ Genehmigungen beantragen: Gewerbeanmeldung, Gaststättenerlaubnis, Gesundheitsamt

☐ HACCP-Konzept vorbereiten: Hygieneorganisation, Dokumentation, Allergenkennzeichnung

☐ Miet- oder Pachtvertrag prüfen und abschließen

☐ Versicherungen abschließen: Betriebshaftpflicht, Inhaltsversicherung

Phase 3 — Vor der Eröffnung

☐ Objekt ausbauen und einrichten: Küche, Gastraum, Sanitär, Technik

☐ Kassensystem einrichten (Kassensicherungsverordnung beachten)

☐ Personal einstellen und einarbeiten

☐ Speisekarte finalisieren und Preise kalkulieren

☐ Lieferanten auswählen und Erstbestückung bestellen

☐ Marketing starten: Google-Unternehmensprofil, Social Media, lokale Presse

☐ Soft Opening durchführen: Abläufe in Küche und Service unter realen Bedingungen testen

☐ Offiziell eröffnen

Häufige Fragen

Was braucht man, um ein Restaurant zu eröffnen?

Du brauchst ein tragfähiges Konzept, einen geeigneten Standort, einen Businessplan, ausreichend Kapital und verschiedene Genehmigungen. Dazu kommen persönliche Voraussetzungen wie Belastbarkeit und kaufmännisches Grundverständnis. Eine Ausbildung als Koch ist in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben, allerdings brauchst du in der Regel eine IfSG-Belehrung und — je nach Bundesland — eine IHK-Gaststättenunterrichtung. Die Gewerbeanmeldung und, bei Alkoholausschank, eine Gaststättenerlaubnis sind Pflicht.

Wie viel kostet es, ein Restaurant zu eröffnen?

Die Gesamtkosten hängen stark von Größe, Standort und Zustand des Objekts ab. Für ein kleines Restaurant mit rund 40 Sitzplätzen solltest du mit 50.000 bis 100.000 EUR rechnen, für ein größeres mit 80+ Plätzen eher mit 100.000 bis 250.000 EUR. Dazu kommen laufende Kosten für Miete, Personal und Wareneinsatz sowie eine Liquiditätsreserve von mindestens drei bis sechs Monaten.

Kann man ein Restaurant ohne Eigenkapital eröffnen?

Grundsätzlich ja, aber in der Praxis ist es deutlich schwieriger. Ohne Eigenkapital brauchst du einen Investor, einen Brauereivertrag oder eine Bürgschaftsbank, die dein Kreditrisiko absichert. Die meisten Banken erwarten eine Eigenkapitalquote von mindestens 15–25 %. Ohne eigene Mittel ist die laufende Kreditbelastung höher und der finanzielle Spielraum enger — das erhöht das Risiko in der Anlaufphase erheblich.

Braucht man eine Ausbildung als Koch?

Nein. In Deutschland gibt es keine gesetzliche Pflicht, eine Koch-Ausbildung vorzuweisen, um ein Restaurant zu eröffnen. Was du in vielen Bundesländern brauchst, ist eine Gaststättenunterrichtung bei der IHK und die Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. In der Praxis ist Branchenerfahrung trotzdem ein großer Vorteil — ohne Kenntnis von Abläufen in Küche und Service wird der Start deutlich anspruchsvoller.

Welche Genehmigungen sind nötig?

Die wichtigsten sind: Gewerbeanmeldung (immer), Gaststättenerlaubnis (bei Alkoholausschank), IfSG-Belehrung (immer bei Lebensmittelumgang) und ein HACCP-Hygienekonzept. Je nach Konzept kommen Baugenehmigungen, Sondernutzungserlaubnisse für Außenbereiche und eine GEMA-Anmeldung hinzu. Die genauen Anforderungen variieren je nach Bundesland und Kommune.

Lohnt es sich, ein Restaurant zu eröffnen?

Es kann sich lohnen — wenn Konzept, Standort und Kalkulation stimmen. Die Gastronomie arbeitet mit engen Margen: Nach Abzug von Wareneinsatz, Personal und Fixkosten bleibt oft nur ein einstelliger Prozentsatz als Gewinn. Entscheidend sind eine realistische Umsatzplanung, ein klarer Kostenfokus und genügend Reserven für die Anlaufphase. Wer das mitbringt, kann ein wirtschaftlich tragfähiges Restaurant aufbauen.

Wie lange dauert es, ein Restaurant zu eröffnen?

Von der ersten Idee bis zur Eröffnung vergehen in der Regel sechs bis zwölf Monate. Die größten Zeitfresser sind die Standortsuche, Genehmigungsverfahren (sechs bis acht Wochen für die Gaststättenerlaubnis) und der Umbau des Objekts. Bei aufwendigen Nutzungsänderungen oder Baumaßnahmen kann es auch länger dauern. Plane deshalb großzügig und starte mit Genehmigungen so früh wie möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Gewerbeanmeldung und Gaststättenerlaubnis?

Die Gewerbeanmeldung ist die grundlegende Anmeldung deines Betriebs beim Gewerbeamt — sie ist für jedes Gewerbe Pflicht und unkompliziert. Die Gaststättenerlaubnis (Konzession) ist eine zusätzliche behördliche Erlaubnis, die du brauchst, wenn du Alkohol ausschenken willst. Für die Gaststättenerlaubnis musst du weitere Nachweise erbringen (Führungszeugnis, Unbedenklichkeitsbescheinigung, fachliche Eignung) und die Bearbeitung dauert in der Regel mehrere Wochen.

Christian
Christian
Gründer von shoperate

Ein Restaurant zu eröffnen ist kein Schnellstart-Projekt, sondern ein Vorhaben, das sorgfältige Planung, realistische Zahlen und einen langen Atem verlangt. Wer die wichtigsten Bausteine — Konzept, Standort, Businessplan, Finanzierung und Genehmigungen — sauber durcharbeitet, legt den Grundstein für einen tragfähigen Betrieb.

Die häufigsten Fehler passieren nicht bei der Idee, sondern bei der Kalkulation: zu optimistische Umsatzannahmen, zu wenig Liquiditätsreserve und ein unterschätzter Zeitaufwand für Behördenwege und Umbau. Wer konservativ plant und sich professionell beraten lässt, reduziert diese Risiken erheblich.

Am Ende zählt nicht nur, ob du eröffnen darfst — sondern ob dein Restaurant dauerhaft wirtschaftlich funktioniert. Nimm dir die Zeit, jeden Schritt gründlich zu prüfen, bevor du unterschreibst, baust oder einstellst.

lg Christian und das Team von shoperate

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Alle Angaben in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Eine Garantie kann dafür aber nicht abgegeben werden. Insbesondere stellt dieser Artikel keine Rechts- oder Steuerberatung dar.

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